Gründerfrühstück Neckar-Alb bei der IHK Reutlingen
Grob einmal im Monat findet bei der IHK in Reutlingen das Gründerfrühstück für die Region Neckar-Alb statt. Als Einstiegspunkt zum Gründernetzwerk der Infustrie- und Handelskammer soll es Unternehmern helfen, frühe Verbindungen aufzubauen und Erfahrungen auszutauschen. Wir waren vor Ort.
Das Haus der Wirtschaft steht direkt neben der Zentrale der IHK Reutlingen. Der geschützte Altbau wird unter anderem als subventionierter Coworking-Space genutzt. Doch nicht nur dafür kommen Gründer ins Haus. Auch zum Gründerfrühstück treffen sie hier aufeinander.
Kristina Florcak ist eine dieser Gründerinnen. "Ich hab tatsächlich von einer Kollegin mal den Tipp bekommen, dass die IHK viel für Gründer macht und hatte mich zu einer Gründungsberatung als erstes gemeldet. Und dann wird man automatisch so ein bisschen hier ins Netzwerk aufgenommen und kriegt die Events zugeschickt."
Florcak ist Coach mit Schwerpunkt auf Karriere und persönliche Entwicklung. Bisher war sie nur auf Personalposition in der Industrie, jetzt macht sie sich selbstständig. Das Frühstück ist genau für Menschen wie sie konzipiert. Nicht Gründer an sich, sondern Gründer aus Personengruppen, die es in der Geschäftswelt nicht leicht haben.
"Das Gründerfrühstück ist extra für unsere Gründenden, die mit Existenzgründungsgutschein ein Projekt durchlaufen", erläutert Tanja Frese, Beraterin für Existenzgründer bei der IHK und Leiterin des Events. "Und sie können sich da vernetzen gegenseitig und auch kleine Hürden gemeinsam besprechen und sich kennenlernen."
Dieser Existenzgründungsgutschein wird aus dem Europäischen Sozialfonds, kurz ESF, der Europäischen Union gefördert. Gründer, die zu benachteiligten Gruppen gehören, können sich jederzeit für ihn anmelden. Dazu gehören Frauen, Arbeitslose und Menschen mit Migrationshintergrund.
Gründerinnen wie Manuela Späth gefällt, was geboten wird: "Ich bin selber auf dem Weg zur Gründung als Trainerin für Kommunikation und Stärkenmanagement. Und ich finde die Angebote der IHK klasse, weil man sich halt mit anderen Gründern vernetzen kann, Herausforderungen besprechen kann. Weil ich immer der Meinung bin, es müssen ja nicht alle die selben Fehler machen, wenn die jemand anders schon gemacht hat."
Bald gibt es überall im Raum kleine Konversationen. Menschentrauben formen sich, um Erfahrungen zu vergleichen, andernorts beginnen individuelle Gespräche, geölt mit Kaffee, Säften und frischen Backwaren. Das alles ist aber nur der Anfang der Gründerangebote von Seiten der IHK.
"Wir begleiten die Personen im Gründerfrühstück vielleicht zwei bis drei Monate und danach dürfen alle Kunden gerne in unsere weiteren Netzwerke gehen, die dann kostenpflichtig sind und auch speziell auf ihre Wünsche ausgerichtet sind", erklärt Frese.
Neben dem Gründernetzwerk gibt es hier auch weitere Angebote wie ein IT-, ein Vertriebs- oder ein Coaching-Netzwerk, in denen die Gründer mit Vertretern ihrer gewählten Industrien zusammenkommen können. Ein Hauptgang, wenn die Vorspeise überzeugt hat.